Wer sich mit Schamanismus beschäftigt, stößt früher oder später auf die Begriffe Krafttier, Totemtier und Helfertier. Oft werden sie als Synonyme verwendet, obwohl sie, je nach schamanischer Tradition, unterschiedliche Bedeutungen haben können. Es gibt keine weltweit einheitliche Definition. Verschiedene indigene Kulturen und moderne schamanische Richtungen verwenden diese Begriffe unterschiedlich. Deshalb ist es wichtig, sie nicht als starre Regeln zu verstehen, sondern als Orientierung. Ich nehme hier bewusst das Thema Geisthelfer raus, aber schauen wir uns die anderen Drei mal genauer an...
Das Krafttier – Dein spiritueller Begleiter
Das Krafttier ist wohl der bekannteste tierische Begleiter im Schamanismus. Es steht für bestimmte Eigenschaften, Fähigkeiten und Energien, die dich auf deinem Lebensweg unterstützen können. Viele Menschen begegnen ihrem Krafttier während einer schamanischen Reise, einer Meditation oder sogar in Träumen. Manche berichten auch von wiederkehrenden Begegnungen mit einem bestimmten Tier in der Natur.
Ein Krafttier kann dich dabei unterstützen...
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deine Stärken zu erkennen
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Herausforderungen zu meistern
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Vertrauen zu entwickeln
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innere Blockaden zu lösen
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neue Perspektiven zu gewinnen
Manche Menschen begleiten mehrere Krafttiere im Laufe ihres Lebens. Andere fühlen sich über viele Jahre mit demselben Tier verbunden.
Beispiele
Wolf
Er steht für Gemeinschaft, Intuition, Loyalität und den eigenen Weg.
Adler
Er symbolisiert Weitblick, Freiheit, Klarheit und spirituelles Wachstum.
Bär
Er verkörpert Stärke, Heilung, Rückzug und innere Kraft.
Das Totemtier – Eine tiefe lebenslange Verbindung
Der Begriff Totemtier stammt ursprünglich aus indigenen Kulturen Nordamerikas und besitzt dort eine besondere kulturelle und spirituelle Bedeutung. In vielen Traditionen wird das Totemtier als ein Tier verstanden, das einen Menschen, eine Familie, einen Clan oder sogar ein ganzes Volk symbolisch begleitet und schützt. Im modernen westlichen Schamanismus wird der Begriff häufig für ein Tier verwendet, das einen Menschen sein ganzes Leben begleitet.
Das Totemtier wird daher oft als
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lebenslanger Begleiter,
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Symbol der eigenen Persönlichkeit oder
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Spiegel der eigenen Lebensaufgabe
verstanden.
Wichtig ist jedoch, den Begriff respektvoll zu verwenden, da er aus lebendigen indigenen Traditionen stammt und dort eine wesentlich tiefere kulturelle Bedeutung besitzt. Im modernen Schamanismus sollte er daher nicht angewandt bzw. in diesem Maße genannt werden.
Das Helfertier – Unterstützung für bestimmte Situationen
Ein Helfertier erscheint häufig nur für einen bestimmten Zeitraum oder für eine konkrete Aufgabe.
Es begleitet dich beispielsweise...
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während einer schwierigen Lebensphase
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bei einer wichtigen Entscheidung
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während einer Heilungsreise
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bei spiritueller Arbeit
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während einer schamanischen Reise
Ist seine Aufgabe erfüllt, zieht sich das Helfertier oft wieder zurück und ein anderes Tier übernimmt die Begleitung. Deshalb kann ein Mensch im Laufe seines Lebens vielen verschiedenen Helfertieren begegnen.
Können sich Krafttier und Helfertier unterscheiden?
Ja. Viele Schamaninnen und Schamanen erleben ein dauerhaftes Krafttier, während zusätzlich immer wieder Helfertiere erscheinen.
Ein Beispiel
Du arbeitest seit vielen Jahren mit dem Wolf als Krafttier. Während einer schamanischen Reise erscheint jedoch plötzlich ein Specht, der dir zeigt, wo du genauer hinhören oder beharrlicher sein darfst. Nach einiger Zeit verschwindet der Specht wieder, während der Wolf weiterhin dein Begleiter bleibt. Bei mir waren es vor allem der Bär und der Hirsch, während ich eine persönliche Entwicklung durchlief und eine wichtige Entscheidung treffen musste. Wenn du dazu mehr wissen möchtest, schreib es doch mal in die Kommentare, ich verfasse dann auch gern dazu mal einen Beitrag ;)
Gibt es nur ein Krafttier?
Diese Frage lässt sich nicht eindeutig beantworten. Einige Traditionen gehen davon aus, dass jeder Mensch ein Hauptkrafttier besitzt. Andere lehren, dass mehrere Krafttiere gleichzeitig vorhanden sein können oder sich im Laufe des Lebens verändern. Beides kann richtig sein. Entscheidend ist letztlich die persönliche Erfahrung.
Muss man sein Krafttier suchen?
Viele Menschen wünschen sich unbedingt ein bestimmtes Tier, etwa einen Wolf, Adler oder Panther. In der schamanischen Arbeit gilt jedoch ein anderer Grundsatz: Nicht wir wählen das Krafttier, das Krafttier zeigt sich uns. Manchmal erscheint ein Tier, das zunächst überrascht oder gar nicht den eigenen Erwartungen entspricht. Gerade darin kann eine wertvolle Botschaft liegen. Bei mir waren es der Hisch und der Bär. Ich habe auch schon von jemanden gehört, der auf Krampf sein Krafftier finden wollte und immer an einem Höhleneingang scheiterte. Sie wurde immer von einem Büffel bewacht und quetschte die Person quasi am Höhleneingang ein. Was soll ich dazu sagen?
Die Botschaft hinter den Tieren
Jedes Tier bringt seine eigene Symbolik mit. Diese kann Hinweise auf Eigenschaften, Fähigkeiten oder Themen geben, die gerade im Leben wichtig sind. Dabei geht es nicht darum, jedes Verhalten eines echten Tieres auf den Menschen zu übertragen. Vielmehr dienen die Tiere als spirituelle Symbole und Wegbegleiter.
Lies gern auch diesen Beitrag hier.
Ob Krafttier, Totemtier oder Helfertier, alle drei Begriffe beschreiben eine besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier auf der spirituellen Ebene. Während das Krafttier meist als persönlicher Begleiter und Energiegeber verstanden wird, steht das Totemtier in vielen Traditionen für eine tief verwurzelte lebenslange Verbindung oder eine Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft. Das Helfertier unterstützt dagegen häufig nur für eine bestimmte Aufgabe oder Lebensphase. Letztlich geht es nicht darum, welchem Begriff man den Vorzug gibt. Viel wichtiger ist die achtsame Begegnung mit den Tieren, ihre Botschaften ernst zu nehmen und ihnen mit Respekt zu begegnen, sowohl in der spirituellen Arbeit als auch in der Natur. Denn jedes Tier erinnert uns daran, dass wir Teil eines größeren Ganzen sind und von der Weisheit der Natur lernen können...
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