Zuallererst möchte ich dir sagen, dass dieser Blogbeitrag nicht als erhobener Zeigefinger zu verstehen ist. Wenn du nicht mit ihm konform gehst, ist das okay. Aber vielleicht hast du dir aber auch einfach noch nicht so viele Gedanken darum gemacht. Dann möchte ich dich bitten, ihn zu lesen. Frage: Was meinst du, wie viel Wasser du pro Handwaschvorgang und im Jahr verbrauchst? Also, ich hab mich nach unten verschätzt.
Wir alle möchten die Natur schützen. Doch oft glauben wir, dass dafür große Veränderungen nötig sind. Dabei beginnt Umweltschutz häufig mit einer einzigen kleinen Gewohnheit, direkt am Waschbecken. Und es ist wirklich keine Floskel, wenn man bei sich anfängt, auch im Kleinen...
Wie viel Wasser kannst du sparen
Viele Menschen lassen beim Einseifen das Wasser weiterlaufen. Dabei wird in wenigen Sekunden kostbares Trinkwasser verschwendet. Drehst du den Wasserhahn während des Einseifens einfach zu, sparst du im Laufe eines Jahres erstaunliche Mengen. Je nach Wasserhahn fließen etwa 6 bis 12 Liter Wasser pro Minute. Wenn du dir mehrmals täglich die Hände wäschst und den Wasserhahn während des Einseifens schließt, kannst du mehrere Tausend Liter Wasser im Jahr sparen. Das entspricht ungefähr 6.000 bis 12.000 Litern, manchmal sogar noch mehr. Das klingt zunächst nur nach einer Zahl, allerdings eine ziemlich hohe, vielleicht auch gänzlich unerwartete, oder? Doch was bedeutet das eigentlich?
Stell dir vor...
Mit dieser Wassermenge könntest du beispielsweise...
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einem Wasserbüffel ungefähr einen Monat lang sein Trinkwasser bereitstellen.*
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einem jungen Baum während einer langen Trockenphase über mehrere Monate beim Wachsen helfen.*
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einen kleinen Naturteich oder eine Regentonne mehrfach auffüllen.
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viele hundert Gießkannen voller Wasser für Blumen, Kräuter oder Gemüse bereitstellen.
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zahlreiche Wildblumenbeete durch trockene Sommerwochen bringen.
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vielen Vögeln und Igeln über Wochen frisches Wasser anbieten.
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mehrere Obstbäume in einer Trockenperiode regelmäßig versorgen.
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mehrere Tausend Tassen Tee oder Kaffee zubereiten.
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rund 50-100 Badewannen mit Wasser füllen (je nach Größe der Wanne).
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zig Waschmaschinenladungen waschen.
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etwa 100 bis 150 Duschen von jeweils fünf Minuten ermöglichen, abhängig vom Duschkopf.
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auf einer kleinen Wanderreise mehrere Tage deinen täglichen Trinkwasserbedarf decken.
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einen Kleingarten über viele Wochen bewässern.
Kleine Gewohnheit – große Wirkung
Das Schöne daran: Du musst auf nichts verzichten.
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Wasser an
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Hände nass machen
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Wasser aus
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Hände gründlich einseifen
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Wasser wieder an
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Hände abspülen
Diese kleine Bewegung dauert keine Sekunde, ihre Wirkung hält jedoch das ganze Jahr an. Ich mache das schon meiner Kindheit so und mich hat noch nie jemand wegen meiner dreckigen Hände angesprochen. Okay, lag vielleicht daran, dass ich überall dreckig war, wenn ich nach Hause kam (lach).
Was passiert, wenn viele Menschen mitmachen?
Stell dir vor, nur 100 Menschen ändern diese Gewohnheit, dann werden jedes Jahr Hunderttausende Liter Wasser eingespart. Bei 1.000 Menschen sind es bereits mehrere Millionen Liter. Und genau so entstehen Veränderungen: nicht durch Perfektion, sondern durch viele kleine Entscheidungen, die jeden Tag getroffen werden.
Jeder Tropfen zählt
Natürlich wird die Welt nicht allein dadurch gerettet, dass wir den Wasserhahn beim Einseifen schließen. Aber jeder Liter, der nicht unnötig verbraucht wird, muss nicht aufbereitet, gepumpt und transportiert werden. Das spart nicht nur Wasser, sondern auch Energie. Vielleicht ist genau heute der richtige Tag, eine neue Gewohnheit zu beginnen. Denn manchmal beginnt Naturschutz nicht im Wald, sondern direkt an deinem Waschbecken.
*Die Beispiele dienen zur Veranschaulichung. Der tatsächliche Wasserbedarf von Tieren und Pflanzen hängt unter anderem von Art, Alter, Klima und Haltungs- bzw. Standortbedingungen ab. Auch die jährliche Wassereinsparung variiert je nach Anzahl der Häufigkeit der Handwäschen, Dauer des Einseifens und Durchflussmenge des Wasserhahns.
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